Liveshopping ist tot – Es lebe Liveshopping

 
Veröffentlicht am 10. Juli 2014 von admin 0
 
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meh

Ein Tag, ein Produkt, ein Angebot. Das war die ursprüngliche Idee mit der die Mutter aller Liveshopping-Seiten, woot.com vor 10 Jahren die Massen begeisterte. Humorige Texte, die Fokussierung auf ein Produkt am Tag und eine lebendige Community machten klassisches Marketing überflüssig.

Schnell wurden die klassischen Ecommerce-Player auf den Überflieger aus Texas aufmerksam und so kam es 2010 schließlich zur Übernahme durch Amazon. Was dann folgte war ein trauriger Abstieg in Conversion-Rate-Optimierung und eine „komprimierte Masse von Überbeständen, die das Internet verstopfen wie das Zeug, was sie in Elvis gefunden haben“. Die Gründer um Matt Rutledge gehen noch weiter:

„How come every time something simple gets popular, people want to make it more complicated? And less fun? And then eventually less popular? Like how raw, energetic rock ’n‘ roll turned into pompous, sluggish stadium rock. Or how superhero comics mutated into a baffling mess of retcons and reboots. Or how daily deals turned into…well, whatever the hell you call it when an online store has too much selection to be easy to use, but too little to find what you want.“

Diese „Wootrede“ tauchte im Juni in Form einer Kampagne auf der Crowdfunding-Plattform Kickstarter auf. Die damaligen woot-Gründer wollen es noch einmal wissen und sammelten für eine neue Daily-Deal Seite – meh.com. In nur 4 Tagen wurde die Fundingsumme von 10.000 $ erfolgreich gesammelt. Die Kampagne diente aber wohl eher dem Marketing als einer wirklichen Anschubfinanzierung.

Gestern war es dann soweit und meh.com ging mit dem ersten Deal online. In gewohnter selbstironischer Art handelte es sich um einen richtigen Abturner, das “heißeste iRobot Staubsauger-Modell – von 2007″, eine kleine Hommage an das erste woot-Produkt 2004, einen Friendly Robotics RL500 Robomower.

Wer auf meh.com die gewohnten Marketinginstrumente wie eine Newsletter-Anmeldung oder eine Facebook-Fanpage sucht, wird nicht fündig. Dazu findet man in den FAQ folgende Erklärung:

Q: Ok, got it, simplicity and focus, one thing for sale each day, no hype, a community. So where do I follow you, like you and sign up for daily emails?

A: You don’t. If you want to find out what’s for sale, come to the site. Shit, meh.com is a 3-character domain, just type it in already.

Q: No Facebook? No Twitter? Are you incompetent?

A: Look, you should like and follow your friends & family, what they’re making, what they’re doing. Stop following businesses. And businesses, quit begging for follows, pleading for email subscribes, and requiring likes to get deals. It demeans us both.

Wir freuen uns sehr, dass sich trotz Abgesang auf das Geschäftsmodell trotzdem noch mal jemand traut das spannende Konzept wiederzubeleben und hoffen, dass vielleicht auch hierzulande jemand ein zweites Schutzgeld auf die Beine stellt.

 

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